Leseproben

  • Vorwort
  • Meine Werte als Wegweiser und Berater
  • Gesunder Austausch

Hier erfahren Sie mehr darüber, welche Gedanken und Motive die Autorin bei der Entwicklung von Sei Dein Kraftwerk leiteten.

Vorwort

  • Sie befinden sich in einer schwierigen Lebensphase?
  • Es stehen wichtige Lebensentscheidungen an?
  • Sie wollen ihre Zukunft wieder neu denken?
  • Sie suchen rasche Heilung nach einer Lebenswende?
  • In Ihrem Leben ist noch Platz für mehr Freude und Sinn?
Für Persönlichkeiten mit diesen Fragestellungen habe ich dieses vielfältige, methodenreiche Selbstcoaching-Set entwickelt. Sei Dein Kraftwerk – im Titel steckt der Anspruch, sein eigenes Kraftwerk zu sein, seine eigene Energieversorgung sicherzustellen. Wofür auch immer Sie diese Energie brauchen und nutzen wollen – berufliche Erfolge, Krisenbewältigung, Selbsterfahrung – mit Sei Dein Kraftwerk besitzen Sie einen kompakten Reiseführer für Ihr Abenteuer „Leben“. Seit drei Jahrzehnten stehen die Menschen im Zentrum meiner Berufung. Als Beraterin für unterschiedliche Lebensthemen liegt mein Fokus auf dem Coaching von Führungskräften, Trainings für Persönlichkeitsentwicklung und Mediation. Die Entwicklung von Sei Dein Kraftwerk basiert auf den unterschiedlichsten Charismen meiner Klientinnen und Klienten und deren Fragen. Sie alle verbindet Sehnsucht und Visionskraft, Lösungs- und Zukunftsorientierung. Doch auch sie stoßen an ihre Grenzen, werden mit Herausforderungen konfrontiert, mit denen sie sich im Moment überfordert fühlen. Ich bin überzeugt: In uns allen ist das Potential angelegt, jede Herausforderung zu meistern. Mit Sei Dein Kraftwerk entscheiden Sie sich, Ihre inneren Potentiale zu aktivieren. Daraus entsteht Energie, Weiterentwicklung und Erfolg. Meine persönliche Motivation für Sei Dein Kraftwerk ist rasch erklärt: Eine schwere Gesundheitskrise machte mich selbst zur Suchenden und Anwenderin meiner eigenen Methoden für Krisenbewältigung und Heilung. Mit diesem Set erhalten Sie meinen lang entwickelten Fundus an Werkzeugen, damit Sie Veränderungen – selbstgewählt oder nicht – erfolgreich bewältigen. Lassen Sie sich darauf ein! Sie werden mit gestalterischer Kraft Ihren Lebensweg ermutigt weitergehen. Alles Gute! Herzlichst Ihre Adelheid Stieger-Lietz

Dieser Abschnitt bietet Ihnen eine Einleitung in das große Kapitel Werte, wo Sie auch Ihre eigene Wertehaltung analysieren werden und somit besser verstehen, was Sie im Leben antreibt.

Meine Werte als Wegweiser und Berater

Wir kommunizieren unsere Werte nicht im normalen Tagesgeschehen, weil sie so selbstverständliche Lebensbegleiter sind, dass uns deren Existenz gar nicht auffällt, bei uns nicht und schon gar nicht bei anderen. Werte besitzen etwas stark Antreibendes. Sie wohnen in uns, aber oft ist uns deren mächtiger Einfluss auf unsere Entscheidungen nicht bewusst. Jedenfalls investieren wir in diese uns so bewegenden Lebensleitlinien überdurchschnittlich viel Energie und selbst wenn wir ins Stolpern kommen, können wir sie nicht aufgeben, weil sie uns wichtiger sind als vieles andere im Leben.

Gerade im beruflichen Kontext kann es für eine Person zu Wertekonflikten kommen: Der Mitarbeiterabbau verletzt in hohem Maße den persönlichen Wert von Gemeinschaft. Das Tempo von Veränderungsprozessen reibt sich mit dem Wert Gesundheit. Wir leben meist unbewusst mit unseren Werten, wir strahlen sie unbewusst aus und wenn wir sie nicht ins Bewusstsein bekommen, dann beschäftigen sie uns ständig, mischen sich ein, rütteln uns durcheinander. Werte, derer wir uns nicht bewusst sind, bergen gewisse Risiken:

  • Deren Verletzung erwischt und schmerzt uns massiver als nötig.
  • Wir werden in Richtungen getrieben, in die wir gar nicht wollten.

Unsere Werte verändern sich im Laufe der Zeit entsprechend den Rahmenbedingungen und unseren eigenen Entwicklungsprozessen. Ein noch junger Wert in unserer Gesellschaft ist beispielsweise die Nachhaltigkeit. Ich kann mich noch gut erinnern, als in einer Diskussionssendung von einer nachhaltigen Lebensweise gesprochen wurde, zu einer Zeit, in der die breite Gesellschaft noch herzlich wenig mit Nachhaltigkeit anzufangen wusste – heute besitzt er für viele einen bedeutsamen Stellenwert.

Auf unserer Werteskala herrscht also durchaus Bewegung; was uns einst wichtig war, mag an Bedeutung verlieren, andere Werte rücken nach oben. So mancher Wert bleibt über lange Zeit ganz oben im Ranking. Es kann auch sein, dass wir in unterschiedlichen Rollen abweichende Werte leben. Die fürsorgliche Mutter mag ihre Rolle als Führungskraft ganz anders verstehen und Effizienz als oberste Richtschnur sehen.

Für gelungene Paarbeziehungen sind ähnliche Wertehaltungen hilfreich.

Stefanie beispielsweise sieht in der Verlässlichkeit einen ganz entscheidenden Wert. Verlässlichkeit schließt für sie Wertschätzung generell mit ein, auch noch Pünktlichkeit, Ordnung und Struktur. Diese Faktoren sind für sie eine Selbstverständlichkeit für ein gelungenes Zusammenleben. Stefanies Ehemann, Creative Director einer großen Werbeagentur, legt höchsten Wert auf Freiheit. Freiheit symbolisiert für ihn Kreativität, Spontanität, Offenheit, Prozesse entstehen lassen. Diese zwei unterschiedlichen Werte führen zwischen den beiden immer wieder zu gegenseitigen Verletzungen. Erst durch das Erkennen, Verstehen und dann ganz wichtig – die Diskussion, das Gespräch – kann sich gegenseitige Wertschätzung und Liebe wieder entfalten.

Wenn Sie sich bewusst im Klaren sind, welches Wertesystem Sie besitzen, was Ihre Motivation in diesem Leben ist oder was Sie antreibt, Ihre Visionen zu leben, dann treffen Sie kleine und große Lebensentscheidungen leichter und sicherer. Es geht wieder einmal um ein Erkennen und ein Verstehen, woraus in Folge eine deutlich antreibende Motivation für eine freudvolle Lebensgestaltung entsteht.

Hier lesen Sie, warum Persönlichkeiten mit Führungskompetenzen und Leistungsorientierung besonders gefährdet sind, sich in die soziale Isolation zu begeben.

Gesunder Austausch

Das Bedürfnis nach Interaktion und Austausch ist in uns allen tief verankert und ein essentielles Grundbedürfnis. Alle besitzen das Verlangen nach Nähe, Gemeinschaft und Dazugehörigkeit, nach Verstanden-werden, Vertrauen und Geborgenheit. Gerade während schwieriger Lebensabschnitte sollten wir den Austausch mit wichtigen Bezugspersonen als Ressource sehen, die es für unser persönliches Wohlbefinden zu aktivieren gilt. Soziale Kontakte für sich selber als förderlich wahrzunehmen, klingt scheinbar logisch. Doch wer in Not ist, schaltet auf den Distress-Modus um, wo Flucht ein approbiertes Mittel ist. Deshalb kann es sein, dass eher introvertierte Personen den Rückzug in die eigene Höhle suchen und Kontakte vollkommen vermeiden.

Persönlichkeiten mit Führungskompetenzen und Leistungsorientierung kennen das Einzelkämpfertum besonders gut. Auch jene, die ein hohes Verantwortungsbewusstsein und Tendenzen zum Perfektionismus besitzen, betrachten es oft als persönliche Schwäche oder Versagen, wenn sie mit einer Situation nicht alleine zurechtkommen. Es erfordert tatsächlich ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, sich Unterstützung von außen zu holen und Signale des Hilfsbedarfs klar zu senden.

Soziale Isolation stellt einen gefährlichen Risikofaktor für unsere Gesundheit und für unser Wohlbefinden dar. Je länger wir in der Isolation bleiben, desto dunkler wird es um uns, in uns, desto leichter fallen wir in ein tiefes Loch, desto mutloser werden wir. Gehen wir hingegen in einen gesunden Austausch, dann geben wir einem Perspektivenwandel und einer Horizonterweiterung eine gesunde Chance und es eröffnen sich neue Lösungsmöglichkeiten, die keine Schwarz/Weiß-Lösungen sind. Leben wir in einem positiv bewerteten sozialen Beziehungsnetz, produziert der Körper unter anderem das Bindungshormon Oxytocin – nicht nur bei der Geburt und während der Stillphase, sondern immer dann, wenn wir körperliche und emotionale Zuwendung erfahren. Oxytocin führt zu einem Absinken der Herzfrequenz und der Cortisolkonzentration im Blut.

Daher ist es bei Problemen ratsam, Persönlichkeiten zu kontaktieren, denen wir vertrauen, die Fachkompetenz und Empathie besitzen. Im Optimalfall stellen sie sich neben uns und gehen ein Stück des Weges mit. Je nachdem, welches Problem gerade ansteht, kann jemand aus dem Kreis der Familie, eine Freundin, ein Freund, Kollegin oder Kollege hilfreich sein, aber auch Experten aus Medizin, Recht, Steuern, Finanzen, etc.

Befriedigende Beziehungen

  • erleichtern es uns, schwierige Belastungen und Krisen zu bewältigen,
  • schützen vor Einsamkeit und Isolation,
  • erleichtern die Bewältigung von Emotionen wie, Wut, Ärger, Ängste, …
  • sorgen für gesundheitsfördernde Emotionen wie Freude, Humor, Zuneigung, Zusammenhalt, Vertrauen, Anerkennung, Wertschätzung, …
  • helfen Probleme insgesamt leichter zu bewältigen,
  • sorgen im beruflichen Kontext für Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation, Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit, Kreativität, Mitarbeitergesundheit, …
  • ermöglichen wichtigen Informationstransfer und Fachwissen,
  • fördern das Entwickeln von neuen Fähigkeiten: sozial, emotional und kognitiv,
  • unterstützen uns, neue Perspektiven wahrzunehmen, daraus neue Erkenntnisse und Lösungsmöglichkeiten zu gewinnen.

Wer sozial gut eingebettet ist und die Kompetenz besitzt, auf andere zuzugehen, Kontakte aufzubauen, zu pflegen und zu nutzen, wird Krisenzeiten und generell schwierige Lebensphasen leichter bewältigen.

Was tun, wenn Sie sich in Ihrem sozialen Umfeld mit Ihrem aktuellen Problem nicht gut aufgehoben fühlen? Das ist absolut verständlich und soll Sie nicht unglücklich oder unzufrieden machen. Bei emotionalen, stressbezogenen und psychischen Belastungen mit Experten wie Coach, Lebensberater oder Psychotherapeuten zu arbeiten und sie für sich als Wegweiser zu nützen, gelangt mehr und mehr in das Bewusstsein unserer Gesellschaft. Eine durchaus positive Entwicklung, zumal Freundschaften aufgrund unserer allgemein hohen Stressbelastung tendenziell ihre Qualitäten verlieren, freie Zeit zum Reden weniger und das Zuhören schwieriger wird.

DAS SELBSTCOACHING-SET

Sei dein Kraftwerk hat Ihr Interesse geweckt?